Gluthitze und Trockenheit belasten Berlin und Brandenburg
Gluthitze und Trockenheit belasten Berlin und Brandenburg, Foto: pixabay

In den kommenden Tagen müssen sich die Menschen in Berlin und Brandenburg auf außergewöhnlich hohe Temperaturen und eine anhaltende Trockenperiode einstellen. Der Deutsche Wetterdienst warnt für mehrere Regionen vor einer starken Hitzebelastung, die sich über mindestens drei Tage erstrecken wird. Zusätzlich steigt die Waldbrandgefahr in weiten Teilen des Landes deutlich an.

Inhaltsverzeichnis:

Hitze durch Hoch Julia aus Nordafrika

Ab Mittwoch strömt laut Angaben des Wetterdienstes Hoch „Julia“ trockene, heiße Luftmassen aus Nordafrika nach Norden. Die Temperaturen erreichen am Mittwoch bereits Werte zwischen 31 und 34 Grad. Für Berlin sowie die westlichen Teile Brandenburgs gilt von den Vormittagsstunden bis in den Abend hinein eine amtliche Hitzewarnung.

  • Am Donnerstag werden sogar 33 bis 36 Grad erwartet
  • Die Nachtwerte sinken dann nur auf 21 bis 16 Grad
  • Tropennächte mit Werten über 20 Grad sind möglich
  • Am Freitag können die Temperaturen bis zu 37 Grad erreichen

Der ARD-Wetterdienst weist darauf hin, dass an einigen Messstationen neue Dekadenrekorde für die zweite Augusthälfte möglich sind. Bisherige Spitzenwerte liegen bei 38,1 Grad in Klettwitz und Cottbus (20.08.2012) sowie 37,0 Grad in Berlin-Lichterfelde (20.08.1943). Ein landesweiter neuer Rekord gilt jedoch als unwahrscheinlich.

Waldbrandgefahr steigt in zehn Landkreisen

Mit den hohen Temperaturen und der anhaltenden Trockenheit wächst das Risiko für Waldbrände erheblich. Nach Angaben des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt wurde am Mittwoch in zehn Landkreisen die zweithöchste Gefahrenstufe vier ausgerufen.

In den Landkreisen

  1. Prignitz
  2. Teltow-Fläming
  3. Dahme-Spreewald
  4. Oberspreewald-Lausitz

gilt dagegen nur mittlere Gefahr. Dennoch rät die Behörde zur höchsten Vorsicht und zum Verzicht auf offenes Feuer in der Nähe von Wäldern und Feldern.

Kühle Orte in Berlin nutzen

Das Landesamt für Gesundheit und Soziales hat eine Liste mit Orten veröffentlicht, an denen sich Menschen abkühlen können. Besonders Kirchen bieten durch ihre Bauweise und dicken Mauern einen spürbaren Temperaturunterschied. Außerdem empfiehlt die sogenannte Frischekarte der Technologie-Stiftung Berlin verschiedene Plätze im Stadtgebiet, die Schatten und Erholung bieten.

Zu den empfohlenen Orten zählen:

  • Öffentliche Trinkbrunnen (über 240 Stück in der Stadt)
  • Grünanlagen und Parks
  • Badestellen
  • Klimatisierte Kinos und Museen
  • Cooling Points, etwa im Mauerpark oder auf dem Manga-Bell-Platz

Gesundheitliche Hinweise bei extremer Hitze

Bei diesen Temperaturen steigen auch die Ozonwerte, was empfindliche Menschen belasten kann. Typische Beschwerden sind gereizte Schleimhäute, Müdigkeit und Kopfschmerzen. Experten raten dazu, körperliche Anstrengung in die frühen Morgenstunden oder den späten Abend zu verlegen.

Empfehlungen des Lageso umfassen unter anderem:

  • Leichte Mahlzeiten wie Obst und Gemüse
  • Ausreichend Wasser trinken
  • Aufenthalte im Schatten oder in kühlen Gebäuden
Trink viel Wasser
Trink viel Wasser, Foto: pixabay

Am Wochenende sollen die Temperaturen wieder auf 25 bis 29 Grad sinken. Zuvor muss die Region jedoch noch mehrere Tage mit intensiver Sonneneinstrahlung, tropischen Nächten und hoher Waldbrandgefahr überstehen.

Quelle: RBB24