Im Südosten Berlins sind seit mehr als 24 Stunden rund 20.000 Haushalte ohne Elektrizität. Zahlreiche Schulen bleiben geschlossen, die Notrufnummern sind teilweise nicht erreichbar. Auch Warmwasser ist in tausenden Wohnungen ausgefallen.
Inhaltsverzeichnis:
- Ursache brandanschlag in Johannisthal
- Folgen für warmwasser in Treptow-Köpenick
- Schulen im bezirk geschlossen
- Notruf und sicherheitseinsatz
- Einschränkungen im nahverkehr
- Einschätzung von martin matz
Ursache brandanschlag in Johannisthal
Der Ausfall wurde mutmaßlich durch einen Brandanschlag verursacht. Beschädigte Kabel im Bereich Johannisthal sind unbrauchbar. Arbeiter von Stromnetz Berlin legten in der Nacht auf Mittwoch mehrere Kabel frei. Im nächsten Schritt sollen diese neu verbunden werden. Die Arbeiten gelten als technisch komplex. Stromnetz Berlin geht davon aus, dass bis Donnerstagabend alle Haushalte wieder versorgt sein können.
Der Betreiber bat alle bereits angeschlossenen Kunden, den Stromverbrauch zu reduzieren. Damit soll das Netz stabilisiert und mehr Menschen mit Energie versorgt werden.
Folgen für warmwasser in Treptow-Köpenick
Tausende Menschen haben momentan kein warmes Wasser. Betroffen sind bis zu 4.500 Kunden der Berlin Energie und Wärme. Auch die BTB meldete Einschränkungen bei der Versorgung. Grund ist ein im Südosten gelegenes Kraftwerk, das selbst unter den Folgen des Ausfalls leidet.
Die Situation betrifft teilweise auch Haushalte, die wieder Strom haben. Die Einschränkungen können daher über das eigentliche Ausfallgebiet hinausgehen.
Schulen im bezirk geschlossen
Am Mittwoch bleiben zahlreiche Schulen in Treptow-Köpenick geschlossen. Dazu gehören:
- Schule am Ginkobaum
- Heide-Schule
- Schule am Berg
- Schule am Pegasuseck
- Schule am Mohnweg
- Schule am Altglienicker Wasserturm
- Schule in der Köllnischen Vorstadt
- Hans-Grade-Schule
- Schule an der Dahme
- Anna-Seghers-Schule
- Alexander-von-Humboldt-Gymnasium
- Anne-Frank-Gymnasium
Ab Donnerstag soll überall wieder regulärer Unterricht stattfinden.
Notruf und sicherheitseinsatz
Die Notrufnummern 110 und 112 sind in Teilen von Treptow-Köpenick sowie im Norden von Dahme-Spreewald nicht erreichbar. Mobilfunkverbindungen sind eingeschränkt.
Die Polizei ist mit 240 Beamten im Einsatz. Sie regeln den Verkehr an nicht funktionierenden Ampeln und haben mobile Anlaufstellen eingerichtet. Hilfeersuchen können auch über Fahrzeuge der Berliner Verkehrsbetriebe weitergegeben werden.
Einschränkungen im nahverkehr
Mehrere Bus- und Straßenbahnlinien sind beeinträchtigt:
- Tram M17 fährt nicht zwischen S Schöneweide und S Adlershof.
- Tram 63 fährt nicht zwischen Köllnischer Platz und Landschaftspark Johannisthal bzw. S Schöneweide.
- Bus 265 wird großräumig umgeleitet, unter anderem über Südostallee/Königsheideweg.
Die S-Bahn meldet keine Störungen mehr.
Einschätzung von martin matz
Der SPD-Politiker Martin Matz äußerte Zweifel, dass der Anschlag ohne Fachkenntnisse ausgeführt wurde. Nach seiner Einschätzung war Insider-Wissen nötig, um gezielt die Anlagen in Johannisthal zu treffen, die für Adlershof wichtig sind.
| Bereich | Fakten |
|---|---|
| Ursache | Mutmaßlicher Brandanschlag, beschädigte Kabel in Johannisthal |
| Betroffene Haushalte | Ca. 20.000 ohne Strom, bis zu 4.500 ohne Warmwasser |
| Dauer des Ausfalls | Mehr als 24 Stunden, vollständige Versorgung voraussichtlich Donnerstagabend |
| Schulen | 12 Einrichtungen am Mittwoch geschlossen |
| Notruf | 110 und 112 teilweise nicht erreichbar, Einschränkungen im Mobilfunk |
| Polizeieinsatz | 240 Beamte, Verkehrskontrolle, mobile Anlaufstellen |
| Nahverkehr | Einschränkungen bei Tram M17, Tram 63, Bus 265 |
| Verantwortlich | Verdacht auf gezielten Anschlag mit Spezialwissen |
Quelle: rbb24, YouTube/WELT