Die Arbeiten am Berliner Mauerweg kommen nur langsam, aber stetig voran. Mehrere Abschnitte sind noch im Bau, andere werden derzeit geplant. Die Verkehrsverwaltung bestätigte, dass bis 2027 rund 12,4 Millionen Euro für Sanierungsmaßnahmen bereitstehen. Ziel ist es, die historische Route dauerhaft begeh- und befahrbar zu machen.
Inhaltsverzeichnis:
- Abschnitt Japaneck und Lichterfelder Allee
- Planungen in Pankow und Wilhelmsruh
- Fertige Abschnitte und neue Orientierungssysteme
- Historische Route mit Zukunft
Abschnitt Japaneck und Lichterfelder Allee
Der rund 160 Kilometer lange Mauerweg folgt der früheren Grenze um den Westteil Berlins. Der Abschnitt zwischen Japaneck und Lichterfelder Allee mit zwei Kilometern Länge wird aktuell erneuert. Diese Arbeiten betreffen den Bereich zwischen Steglitz-Zehlendorf und der brandenburgischen Stadt Teltow im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Ähnliche Projekte werden auch im Abschnitt Hahneberg in Spandau sowie an der Ruppiner Chaussee zwischen Reinickendorf und Hennigsdorf durchgeführt.
- Erneuerung beschädigter Wegbeläge
- Ausbau fehlender Verbindungen
- Verbesserung der Orientierung für Radfahrer und Fußgänger
Mehr Informationen über Verkehrsprojekte in der Hauptstadt gibt es unter Verkehrschaos in Berlin und Brandenburg.
Planungen in Pankow und Wilhelmsruh
Zwei weitere Abschnitte befinden sich noch in Vorbereitung. In Pankow soll der frühere Kolonnenweg am Köppchensee instand gesetzt werden. Auch der alte Zollweg der Westalliierten in Wilhelmsruh steht auf der Liste. Beide Strecken gelten laut Verkehrsverwaltung als besonders schadhaft. Die Fertigstellung ist bis 2027 vorgesehen.
Der Ursprung der Idee geht auf Michael Cramer zurück, einen Politiker der Grünen. Das Abgeordnetenhaus beschloss im Jahr 2001, den Weg als touristische und historische Route auszubauen. Seitdem dient er Wanderern und Radfahrern als Symbol für die Wiedervereinigung.
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Fertige Abschnitte und neue Orientierungssysteme
Mehrere Teilstrecken sind bereits fertiggestellt. Dazu zählt der Abschnitt zwischen der Lohmühlenbrücke und dem Schlesischen Busch an der Puschkinallee, der im Sommer 2023 an das Bezirksamt Treptow-Köpenick übergeben wurde. Ebenso abgeschlossen sind die Bauarbeiten am südlichen Mauerweg zwischen Marienfelde, Lichterfelde und Großbeeren sowie entlang des Buschgrabens in Steglitz-Zehlendorf.
Entlang der Strecke wurden rund 430 Wegmarkierungen und etwa 100 Orientierungspläne installiert. Bis zum Frühjahr 2026 sollen 25 weitere Pläne hinzukommen. Vier Info-Stelen informieren Besucher über Geschichte und Verlauf der Berliner Mauer, weitere sind geplant.
Wer den Mauerweg erkunden möchte, findet nützliche Tipps für Touren in der Hauptstadt unter Insider-Tipps für eine unvergessliche Radtour.
Historische Route mit Zukunft
Der Berliner Mauerweg verbindet Geschichte, Bewegung und Erinnerung. Die Sanierung soll sicherstellen, dass er auch künftig als Lern- und Gedenkort erhalten bleibt. Mit der geplanten Fertigstellung bis 2027 rückt die Vollendung dieses bedeutenden Projekts näher. Der Weg bleibt ein wichtiges Symbol der Stadt, das die Vergangenheit sichtbar und erfahrbar macht.
Quelle: Berliner Morgenpost