Die Polizei in England hat einen Verdächtigen im Zusammenhang mit den Störungen an mehreren europäischen Flughäfen festgenommen. Am Berliner Flughafen BER dauern die Probleme weiter an.
Inhaltsverzeichnis:
- Festnahme in Südengland
- Probleme am Flughafen Berlin
- Folgen für Reisende
- Cyberangriff auf Collins Aerospace
- Einsatz der Flughafen-Feuerwehr
Festnahme in Südengland
Die britische National Crime Agency nahm im Süden Englands einen Mann zwischen 40 und 50 Jahren fest. Er steht unter Verdacht des Computermissbrauchs. Nach Angaben der Behörde wurde er unter Auflagen wieder freigelassen. Paul Foster, Leiter der Abteilung für Internetkriminalität, erklärte, dass die Ermittlungen noch am Anfang stehen und fortgeführt werden.
Probleme am Flughafen Berlin
Am Flughafen BER kommt es auch weiterhin zu Einschränkungen. Check-in, Boarding und Gepäckabfertigung sind von den Störungen betroffen. Nach Angaben eines Sprechers wird es noch mehrere Tage dauern, bis alle Systeme wieder funktionieren. Der US-Dienstleister Collins Aerospace war am Freitagabend Ziel des Angriffs. Die Schäden sind erheblich und eine Prognose, wann Normalbetrieb möglich ist, liegt nicht vor.
Folgen für Reisende
Bereits am Mittwochmorgen starteten Flüge mit Verzögerungen. Fluggesellschaften mussten improvisieren.
- Ein Teil des Eincheckens erfolgt per Hand
- Externe Technik wird zusätzlich eingesetzt
- Self-Check-in funktioniert, da ein anderes System genutzt wird
Alle verfügbaren Mitarbeiter am BER sind im Einsatz. Der Sprecher rät Passagieren, sich vorab bei ihren Fluggesellschaften zu informieren.
Cyberangriff auf Collins Aerospace
Die EU-Cybersicherheitsagentur ENISA bestätigte, dass es sich um einen Angriff mit Ransomware handelte. Vier Flughäfen meldeten Probleme: Berlin, Brüssel, Dublin und London Heathrow. Andere große deutsche Flughäfen blieben verschont.
Einsatz der Flughafen-Feuerwehr
Am Dienstag war die Lage entspannter als am Montag. Am Vortag hatten viele Rückreisende vom Berlin-Marathon für lange Schlangen gesorgt. Der Sprecher betonte die Nutzung von Self-Check-in-Automaten. Gleichzeitig lief der Abbau des Gepäckstaus. Die Flughafen-Feuerwehr half dabei, Koffer manuell zu sortieren und den Reisenden zuzuschicken. Normalerweise übernimmt diesen Vorgang ein automatisiertes System.
Quelle: rbb24, YouTube