Mutmaßliche Mordpläne in Berliner Familie
Mutmaßliche Mordpläne in Berliner Familie, Foto: Pixabay

Die Berliner Justiz befasst sich mit einem ungewöhnlichen Fall. Eine 36-jährige Frau soll im Jahr 2023 versucht haben, den Mord an ihrem getrennt lebenden Ehemann in Auftrag zu geben. Der Plan soll über Kontakte in die Schulklasse ihrer Stieftochter entstanden sein.

Inhaltsverzeichnis:

Treffen in Lichtenberg

Nach Angaben der Ermittler traf sich die Beschuldigte im Juli 2023 mit einer ebenfalls 36-jährigen Frau in ihrer Wohnung im Stadtteil Lichtenberg. Dort sollen beide über die Bedingungen gesprochen haben. Der vereinbarte Preis für die Tötung des Mannes betrug 5.000 Euro. Als Anzahlung wurden 1.800 Euro in bar übergeben.

Rolle der Stieftochter

Laut Anklage war auch ein minderjähriges Kind in die Vorgänge einbezogen. Die damals 13-jährige Stieftochter der Beschuldigten stellte den Kontakt zur Mutter ihrer 12-jährigen Schulfreundin her. Diese Frau sollte den Mord übernehmen. Die Staatsanwaltschaft wirft der Angeklagten vor, ihre Stieftochter aktiv in den Plan eingeweiht zu haben.

Verurteilung wegen Betrugs

Die angebliche Auftragsmörderin verfolgte jedoch ein anderes Ziel. Sie ließ sich auf die Abmachung nur zum Schein ein. Das Amtsgericht Tiergarten verurteilte sie im April 2024 wegen Betrugs zu einer Geldstrafe von 2.250 Euro. Das Urteil ist inzwischen rechtskräftig.

Wichtige Fakten im Überblick

  1. Geplanter Mordauftrag: 5.000 Euro
  2. Gezahlte Anzahlung: 1.800 Euro
  3. Beteiligte Frauen: beide 36 Jahre alt
  4. Beteiligte Kinder: 12 und 13 Jahre alt
  5. Rechtskräftiges Urteil wegen Betrugs: April 2024

Zuständigkeit des Landgerichts Berlin

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat nun Anklage wegen versuchter Anstiftung zum Mord erhoben. Zuständig ist das Landgericht Berlin. Dort wird geprüft, ob eine Hauptverhandlung eröffnet wird. Zum möglichen Motiv machte die Staatsanwaltschaft bisher keine Angaben. Dieses soll in einem kommenden Verfahren geklärt werden.

Quelle: rbb24